GRW

NRW

Ab dem 07.08.2017 ändert sich die Richtlinie zur RWP Förderung in NRW (Programm läuft bis Ende 2020)

  • Der Förderschwerpunkt des Programmes hat sich, wie erwartet, noch deutlicher in Richtung der Förderung neu zu schaffender Arbeitsplätze verschoben!
    Die Nutzung des Programms ist dafür jetzt bereits ab einem Personalzuwachs von 5% möglich.
    Ebenso wurden die Fördersätze von 70T€ auf 100T€ bei arbeitsplatzsichernden Maßnahmen bzw. von 200T€ auf 250T€ bei arbeitsplatzschaffenden Maßnahmen angehoben
Beispiele herunterladen
  • Die Förderquoten sind abhängig davon, ob der Investitionsort in einem C- oder D-Fördergebiet liegt und zusätzlich von der Unternehmensgröße.
Fördergebiete C-Fördergebiet C-Fördergebiet Bonus D-Fördergebiet
kleine Unternehmen schaffend 25% 5% 20%
sichernd 15% 15%
mittlere Unternehmen schaffend 15% 5% 10%
sichernd 12,50% 10%
große Unternehmen schaffend 10% max. 7,5 Mio. € 10% max. 200.000 €
sichernd

Je gesichertem DAP sind bis zu 100.000 Euro förderfähig, je geschaffenem DAP bis zu 250.000 Euro.

  • C-Fördergebiet Bonus
  • Zusatzplus in C-Gebieten bei schaffenden Maßnahmen, wenn
  • Gründungsphase 60 Monate (Anmeldung Gewerbe der Firma)
  • Ansiedlung auf ehemaliger Industrie- oder Gewerbebrache oder Konversionsfläche
  • Sprunginvestition (Investition größer als 50% der Bilanzsumme)
  • Erwerb einer von Stilllegung bedrohten Betriebsstätte
  • ein Arbeitsplatzzuwachs von mindestens von 25% erreicht wird
  • Bei der Ermittlung der förderfähigen Investitionshöhe ist ein Betrachtungszeitraum von bis zu 36 Monaten möglich, d.h., dass auch mehrere "kleinere" Investitionen von z.B. je 200.000 Euro in neue Maschinen, Anlagen, Gebäude etc. zu einer "größeren" von 400.000 Euro oder 600.000 Euro zusammengefasst werden können.
  • Arbeitsplatzsichernde Maßnahmen
  • werden je nach Unternehmensgröße und Fördergebiet mit 10% bis 15% bezuschusst.
  • Es müssen alternativ
  • immer mindestens 5% neue Arbeitsplätze geschaffen werden!
  • Diversifizierung der Produktion in vorher noch nicht hergestellte Produkte
  • Grundlegende Änderung des gesamten Produktionsprozesses einer Betriebsstätte
  • Je gesichertem Dauerarbeitsplatz sind maximal 100.000 Euro Investitionen förderfähig.
  • WICHTIG
  • Die durch eine arbeitsplatzsichernde Maßnahme zu erreichenden Zuschüsse dürfen nicht über denen einer möglichen arbeitsplatzschaffenden Maßnahme liegen!
  • Die maximal mögliche Bemessungsgrundlage
  • (aktuelle Anzahl der Mitarbeiter * 1,05 * 100.000) = Bemessungsgrundlage * Förderquote
  • wird also immer abgeglichen mit
  • (aktuelle Anzahl der Mitarbeiter * 10% * 250.000) = Bemessungsgrundlage * Förderquote
  • Der niedrigere Wert gilt als Obergrenze für den maximal möglichen Zuschuss!
  • Arbeitsplatzschaffende Maßnahmen
  • werden je nach Unternehmensgröße und Fördergebiet mit 10% bis 25% bezuschusst. Zusätzlich gibt es in C-Fördergebieten einen Bonus, der weitere 5% Punkte ermöglicht. Je geschaffenem Dauerarbeitsplatz sind maximal 250.000 Euro Investitionen förderfähig.
  • Soll eine Maßnahme als arbeitsplatzschaffend eingestuft werden, so sind alternativ folgende Sachverhalte nachzuweisen
  • mindestens 10% Neueinstellungen (Dauerarbeitsplätze)
  • mindestens drei neue Arbeitsplätze bei der Errichtung einer neuen Betriebsstätte
  • bei dem erstmaligen Erwerb / Erstellung einer Betriebsstätte in der Gründungsphase (60 Monate nach Gewerbeanmeldung) zählen die vorhandenen Arbeitsplätze als neu geschaffene Arbeitsplätze
  • bei dem erstmaligen Erwerb einer von Stilllegung bedrohten Betriebsstätte zählen die vorhandenen und gesicherten Arbeitsplätze als neu geschaffene Arbeitsplätze

Beispieldarstellungen

  • Beispiel 1

  • Ein kleines Unternehmen mit 30 Mitarbeitern plant eine Investition in eine neue Produktionshalle auf dem vorhandenen Nachbargrundstück, Kosten von ca. 300.000 Euro. Zusätzlich sollen Maschinen im Wert von 1.200.000 Euro angeschafft werden. Die Investitionssumme beträgt damit ca. 1.500.000 Euro.
  • Zur Ermittlung des maximal möglichen Zuschuss geht man nun folgendermaßen vor
Beispieldarstellung für einen Hallenbau und Maschinenkauf (als arbeitsplatzsichernde Maßnahme)
Kleineres Unternehmen mit 30 Mitarbeitern im D-Fördergebiet
Vorhaben: Neubau Halle
Erwerb von Maschinen und Anlagen
Vorhaben Gesamtaufwand
Halle, Maschinen und Anlagen 1.500.000
Gesamtförderfähige Ausgaben 1.500.000
Geplanter Personalaufbau 2
Ermittlung Bemessungsgrundlage / Zuschuss vorhandene Mitarbeiter Aufbau um mindestens 5% zukünftiges Gesamtpersonal Fördersatz je Mitarbeiter max. förderfähig
Deckelung durch Mitarbeiterzahl 30 1,5 32 100.000 3.200.000
Gesamtförderfähige Ausgaben 1.500.000
Zuschussanteil GRW max. 15%
GRW-ZUSCHUSS 225.000

Verprobung gegen Arbeitsplatzschaffende Maßnahme (Neue Regelung ab 01.10.2014)
Ermittlung Bemessungsgrundlage / Zuschuss vorhandene Mitarbeiter Aufbau um mindestens 10% berücksichtigtes Personal Fördersatz je Mitarbeiter max. förderfähig
Deckelung durch Mitarbeiterzahl 30 3 3 250.000 750.000
Gesamtförderfähige Ausgaben 750.000
Zuschussanteil GRW max. 20%
GRW-ZUSCHUSS 150.000
  • Der zu erwartende Zuschuss liegt bei 150.000 Euro.
  • Beispiel 2

  • Ein Unternehmen mit 25 Mitarbeitern plant ein Vorhaben in einem C-Fördergebiet (orange) und will gleichzeitig fünf neue Mitarbeiter einstellen.
  • Das geplante Investitionsvolumen liegt bei 1.500.000€.
Beispieldarstellung für einen Hallenbau und Maschinenkauf (als arbeitsplatzschaffende Maßnahme)
Kleineres Unternehmen mit 25 Mitarbeitern im C-Fördergebiet
Vorhaben: Erwerb von Maschinen und Anlagen
Vorhaben Gesamtaufwand
Maschinen und Anlagen 1.500.000
Gesamtförderfähige Ausgaben 1.250.000
Geplanter Personalaufbau 5
Ermittlung Bemessungsgrundlage / Zuschuss vorhandene Mitarbeiter Aufbau um mindestens 10% berücksichtigtes Personal Fördersatz je Mitarbeiter max. förderfähig
Deckelung durch Mitarbeiterzahl 25 2,5 5 250.000 1.250.000
Gesamtförderfähige Ausgaben 1.250.000
Zuschussanteil GRW max. 25%
Bonus möglicherweise 5%
GRW-ZUSCHUSS 375.000
  • Der zu erwartende Zuschuss liegt bei 375.000 Euro.
  • Beispiel 3

  • Übernahme eines Unternehmens aus der Insolvenz mit „Rettung“ von 45 Dauerarbeitsplätzen. Der Übernehmer ist ebenfalls ein kleines Unternehmen laut Definition.
Beispieldarstellung für Übernahme aus Insolvenz (gilt immer als arbeitsplatzschaffende Maßnahme)
Kleineres Unternehmen mit 45 Mitarbeitern im C-Fördergebiet
Vorhaben: Übernahme aus Insolvenz
Vorhaben Gesamtaufwand
Bewertete Assets 1.500.000
Gesamtförderfähige Ausgaben 1.500.000
Geplanter Personalaufbau 45 "gerettete" Arbeitsplätze werden wie neu geschaffene gewertet
Ermittlung Bemessungsgrundlage / Zuschuss vorhandene Mitarbeiter Aufbau um mindestens 10% berücksichtigtes Personal Fördersatz je Mitarbeiter max. förderfähig
Deckelung durch Mitarbeiterzahl 45 nicht notwendig 45 250.000 11.250.000
Gesamtförderfähige Ausgaben 1.500.000
Zuschussanteil GRW max. 25%
Bonus Erwerb einer von Stilllegung bedrohten Betriebsstätte 5%
GRW-ZUSCHUSS 450.000
  • Der zu erwartende Zuschuss liegt bei 450.000 Euro.